Jul 23

Baustelle! FOTO: jphintze

Nach mehreren Verhandlungsrunden hat die Stadtgemeinde mit der EVN den Ausbau des Fernwärmenetzes im Osten von Bruck vereinbart.

Endlich Anschluss für die Feldgassen-Häuser
Der Ausbau sieht die Verlängerung der Fernwärmeleitungen entlang der Feldgasse bis zum Hochfeld West und in weiterer Folge bis zur Johann-Strauss-Gasse vor. Zusätzlich soll es weitere Anschlussmöglichkeiten für den Telering und die Arbeitergasse geben. Durch diese Ausbaumaßnahmen kann der Anteil des Wärmebedarfs der Stadt, der mit erneuerbaren Energien gedeckt werden kann, um fast 25 Prozent gesteigert werden.

Stadt leistet Beitrag in Höhe von 100.000 Euro
Möglich sei diese Vereinbarung allerdings nur unter der Prämisse, dass sich die Stadtgemeinde an den Ausbaukosten beteiligt. „Die Kostenkalkulation ist extrem knapp, weil die Abnehmer nur sehr geringe Mengen beziehen“, erklärte Bürgermeister Richard Hemmer, dass die Stadt sich mit 100.000 Euro plus Steuer an den Kosten für den Ausbau des Leitungsnetzes beteiligen müsse. „Damit ist es uns aber endlich möglich, die Feldgassen-Häuser an die Fernwärme anzuschließen“, so Hemmer. Der Betrag wird auf vier Teilbeträge aufgeteilt, jeweils mit Ende des Jahres von Dezember 2010 bis Dezember 2013 fällig.
Der Ausbau samt Kostenbeteiligung der Stadt wurde im Gemeinderat einstimmig beschlossen.

Quelle: http://www.noen.at

Getaggt mit:
Jul 22

Kraftwerk! FOTO: Foto43

Neuburg (r) Das Goldixviertel braucht ab Herbst Heizwärme, doch die Stadtwerke haben noch kein Kraftwerk dazu. Der Bau einer Hackschnitzelanlage im Gewerbegebiet am Schwalbanger ist noch völlig ungeklärt. Der Werkausschuss hat den Standort auf dem Grund der Firma Karl Schad wieder in Frage gestellt.

Immerhin haben die Vertreter von Stadt und Wärme GmbH ihre Absicht bekräftigt, das Heizkraftwerk von einem privaten Investor bauen zu lassen. Dieses Vorgehen ermöglicht Bezuschussung bis zu 70 000 Euro. Die Wärmelieferung zu Beginn der neuen Heizperiode sei auf jeden Fall gesichert. “Das kriegen wir hin”, meint Georg von Großmann, einer der Geschäftsführer der neuen Wärme GmbH.

Das heftig wachsende Wohnviertel auf dem Goldixareal versorgen GmbH bzw. Stadtwerke als ersten kompakten Abnehmer. Die Heizwärme soll das Hackschnitzelkraftwerk liefern, bis die Fernwärmeleitung ins Industriegebiet Grünau steht.

Die Betriebsmängel der Gasturbine an der Andreasstraße haben die Stadtpolitiker langsam satt. “Ich habe kein Verständnis, wenn wir die Sache treiben lassen”, forderte SPD-Stadtrat Horst Gutjahr Konsequenzen. Werkreferent Fritz Goschenhofer (CSU) vermutet gar, dass der Einbau eines Blockheizkraftwerks im Turbinenraum “ein Planungsfehler ist”. Auf jeden Fall habe man die Problematik der Einhausung der Turbine unterschätzt, so OB Bernhard Gmehling.

Die Stadtwerke haben nun über ihren Rechtsanwalt einen Brief an Turbinenhersteller RMG geschickt. Darin wird die Firma aufgefordert, die Hitzeprobleme (die Turbine schaltet dann ab), die Schallsituation und den Ausfallschaden bis Ende Juli restlos zu klären. Sollte die Frist ergebnislos verstreichen, so der OB, “müssen wir wohl Klage erheben”.

Quelle: http://www.donaukurier.de

Getaggt mit:
Jul 22

Eine Stadt im Wandel! FOTO:Robert Scarth

Eine Stadt im Wandel! FOTO:Robert Scarth

Die Tirol Fernwärme GmbH und die Tigas lagen in einem erbitterten Clinch um die Errichtung einer Fernwärmeversorgung im Tiroler Zentralraum. Jetzt wird zusammen an einer „großen Lösung“ gearbeitet.

Rum, Innsbruck – Der Ton macht bekanntlich die Musik. Zwischen der Tirol Fernwärme Gesellschaft (TFG) mit den Gemeinden Rum und Wattens sowie dem Tiroler Gasversorger Tigas herrschten noch im April schwerste Dissonanzen. Der Grund: Die in Gründung befindliche TFG war mit dem Ziel angetreten, über die Nutzung industrieller Abwärme eine großflächige Fernwärmeversorgung im Tiroler Zentralraum zwischen Wattens und Innsbruck aufzubauen. Ein Konkurrenzangebot der Tigas an die Papierfabrik Wattens als Wärmelieferant interpretierte man bei der TFG als unfairen Versuch, das Projekt der Gemeinden abzuwürgen.

TFG-Projektkoordinator Klaus Kandler, Amtsleiter in Rum, bezichtigte die Tigas eines Verhaltens, das eines Landesunternehmens „unwürdig“ sei. Der Gasversorger wolle seine Monopolstellung behaupten, lautete der Vorwurf.

Eine auch von der Landespolitik angestrebte Kooperation der beiden Streitparteien schien – auch aus Sicht Kandlers – in weite Ferne gerückt. Doch jetzt dürften sich, nach einem Gipfel von Stadt, Land, IKB und Tiwag, die Wogen geglättet haben. Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, die sich damals noch verärgert über die Intervention der Tigas gezeigt hatte, berichtet von einem „guten Gespräch, bei dem grundsätzlich besprochen worden ist, wie es weitergehen kann“. Es gebe jetzt Vorschläge, die bis zum Herbst präzisiert werden sollen. „Die Nutzung von industrieller Abwärme muss dabei oberste Priorität haben“, stellt die Stadchefin klar.

Rums BM Edgar Kopp (SP) klingt da schon etwas weniger euphorisch. Auf Nachfrage im Gemeinderat zum Stand der Dinge meinte er, bei Tigas und Tiwag handle es sich um „übermächtige Partner“, die als Wärmelieferanten in einer privilegierten Situation seien. Klaus Kandler ergänzte, dass bis Ende September ein neues Konzept ausgearbeitet sein sollte. Dieses sehe weiterhin einen großen Fernwärmeverbund vor, allerdings in einer anderen Struktur, so der Amtsleiter zur TT. So seien an Stelle einer mehrere Gesellschaften vorgesehen. Die Rolle der Marktgemeinde Rum dürfte sich auf eine in einer Verteilergesellschaft beschränken. „Aber wir sind weiter dabei“, kann Kandler dem „nicht unvernünftigen Vorschlag“ etwas abgewinnen.„Wir werden unser Knowhow deshalb auch zur Verfügung stellen“, stellt er in Aussicht. Jetzt gehe es nicht um Befindlichkeiten Rums, sondern um leistbare Fernwärme. Tigas-Chef Philipp Hiltpoplt will erst Stellung beziehen, „wenn alles unter Dach und Fach ist“.

Quelle: http://www.tt.com

Getaggt mit:
Jul 21

In der Schule warm. FOTO: Ricardo Ricote

In der Schule warm. FOTO: Ricardo Ricote

BAD SÄCKINGEN. Die Hindenburgschule wird ans Fernwärmenetz der Stadtwerke angeschlossen. Das hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen.
Die Heizung im altehrwürdigen Grundschulgebäude am Rande der Bad Säckinger Altstadt ist nach 37 Betriebsjahren altersschwach geworden und droht, in der kommenden Heizperiode ganz auszufallen. Vor die Wahl gestellt, die Heizungsanlage durch eine neue Gasheizung oder den Anschluss ans Fernwärmenetz der Stadtwerke zu ersetzen, entschied sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig für die teurere, aber umweltfreundlichere Lösung – den Anschluss ans Fernwärmenetz.

Der CO2-Ausstoß der Fernwärmeversorgung liegt nach Angaben der Stadtwerke mit 46 Tonnen pro Jahr deutlich unter jenem der Gasheizung. Bei solch einer Heizung geht der Energieversorger von einem CO2-Ausstoß von 153 Tonnen pro Jahr aus. Dagegen liegen sowohl die Herstellungs- als auch die Verbrauchskosten der konventionellen Heizung unter jenen der Fernwärme. Die Investitionskosten für die Fernwärme belaufen sich auf 60 000 Euro, jene für die Gasheizung auf 40 000 Euro. Die Meinungsbildung im Gemeinderat war rasch abgeschlossen. “Es wäre ein Armutszeugnis, wenn der Eigner der Stadtwerke etwas anderes beschließt”, meinte Alfons Döbele (FDP) und Clemens Pfeiffer (CDU) sagte, dass die Fernwärme niemandem mehr angeboten werden könne, wenn die Stadt sie selbst nicht auch nutze.

Im Haushaltsplan steht für die Investition kein Geld bereit – ein entsprechender Wunsch des Stadtbauamts wurde im Rahmen der Etatberatung vom Gemeinderat mangels Masse abgelehnt. Deshalb bleibt jetzt nichts anderes übrig, als die Investition aus dem Budget für die Unterhaltung städtischer Gebäude zu finanzieren. Eine Kostenbeteiligung erhofft man sich vom Landkreis, da dessen Rudolf-Graber-Schule über die Heizung der Hindenburgschule versorgt wird. Bei zwei Enthaltungen abgelehnt wurde der Vorschlag von Uli Schoo (SPD), das Angebot der Stadtwerke zu nutzen, Investition und Wartung der Anlage über einen Contractingvertrag mit den Stadtwerken zu finanzieren. 25 Jahre lang jährlich 6100 Euro erschien den Räten als zu viel Geld.

Quelle: http://www.badische-zeitung.de

Getaggt mit:
Jul 21

Fernwärmekompetenz aus Wien FOTO: prw_silvan

Fernwärmekompetenz aus Wien FOTO: prw_silvan

Seit März laufen die Bauarbeiten für den zweiten Bauabschnitt des Projekts Stadtwärme in Leoben auf Hochtouren. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde nun eine Erhöhung des Investments von knapp 21 Millionen Euro auf 28 Millionen Euro beschlossen. Begründet wurde das mit “grundsätzlichen Konzeptänderungen” und einer Erweiterung des Bauprojekts.

“Es gibt zwei große Blöcke, die man sich ansehen muss. Das erste Grobkonzept hat vorgesehen, dass die Pumpstation auf dem Gelände der Voestalpine Donawitz gebaut wird. Die Pumpstation wurde nun aber aus dem Gelände ausgelagert, was logistische Vorteile hat”, führt Ronald Schindler, Direktor der Stadtwerke Leoben, aus. Dadurch sei es aber notwendig geworden, die Hauptleitungen aus dem Werk unter der Eisenbahnlinie durchzuziehen. Außerdem seien zusätzliche Anlagenkomponenten in der Detailplanung dazugekommen, wie etwa Zusatzaggregate, die die Versorgungssicherheit der Stadtwärme vollständig garantieren sollen: “Man muss sich vorstellen, dass die Anlage 365 Tage im Jahr 24 Stunden am Tag läuft”, so Schindler. Diese Punkte hätten naturgemäß Mehrkosten verursacht. Zweiter Bauabschnitt des Projekts Stadtwärme Leoben wird sieben Millionen Euro mehr kosten als erwartet. Ein Grund: die große Nachfrage.

Viel mehr Kunden
Der zweite Punkt: “Als wir das Projekt im März gestartet haben, lagen wir bei 22 potenziellen institutionellen Kunden für die Stadtwärme, mit denen wir Gespräche geführt haben, aber noch keine fixen Verträge hatten. Mittlerweile ist die Nachfrage so hoch, dass wir uns schon überlegen, die nächste Erweiterung des Projekts Stadtwärme noch für den Herbst aufzusetzen”, erklärt Schindler. Mit Juni habe man mehr als 100 fixe Kunden, dazu noch etwa 30 Interessenten, die sich auch anschließen lassen wollen. “Im zweiten Bauabschnitt wollten wir 8,4 Kilometer Rohrleitungen verlegen, jetzt werden es 11,4 Kilometer. Dazu kommen noch die zusätzlichen Hausanschlüsse und die notwendigen Übergabestationen.” Auch die Aufteilung in viele kleine Bauabschnitte schlage sich mit höheren Kosten zu Buche: “Es geht aber darum, die Belastungen für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten. In diesem Sinne muss ich mich schon jetzt für das Verständnis bedanken”, so Schindler.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at

Getaggt mit:
Jul 20

Schöne Natur. FOTO: Manu gomi

Schöne Natur. FOTO: Manu gomi

Infineon stellt seine Energieversorgung auf Fernwärme aus Biomasse um. Kelag baut dafür ein neues Heizwerk. Davon profitieren auch einige Privathaushalte und Kleinunternehmen.

Energieeffizienz ist das Schlagwort der Zukunft. Davon sind Vizebürgermeister Richard Pfeiler, Kelag-Vorstand Hermann Egger und die Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria Monika Kircher-Kohl überzeugt. Und genau in diese Richtung sollen künftig auch die Weichen in der Draustadt gestellt werden.

Die Kelag Wärme GmbH errichtet bis Ende 2011 in der Gewerbezone nahe der Kläranlage ein Biomasseheizwerk. Dessen Hauptabnehmer wird die Infineon mit einem Jahresbedarf von rund 18 Millionen Kilowattstunden. Außerdem wird damit das Wärmenetz im Süden der Stadt um 13 Kilometer erweitert. “Es können von dem Heizwerk neben der Infineon noch circa 3500 Anschlüsse versorgt werden”, erklärt Egger. “Der Wärmeliefervertrag mit Infineon ermöglicht uns erst den Ausbau der Fernwärme”, so Egger. Die Kelag investiert 14 Millionen Euro in das neue Werk.

Nachhaltige Energieträger
Bislang war die Wärmeversorgung in Villach wesentlich von Gas abhängig. Das soll sich bis 2011 nun drastisch ändern. Egger: “Ziel ist es, bis dahin etwa 80 Prozent der Wärme in Villach aus erneuerbaren Quellen und Abwärme zu beziehen.” Eine wesentliche Rolle spielt dabei auch das Biomasseheizwerk von Hans Griesser in der Oberen Fellach. Dieses nutzt nicht nur Biomasse aus der Region, sondern auch die industrielle Abwärme der Omya. Außerdem werden Deponiegas sowie Abwärme aus einer Kraft-Wärme-Kopplung genützt. “Das bedeutet für unsere Stadt einen Riesenschritt in die Zukunft”, sagt Vizebürgermeister Pfeiler. Im Magistrat unterstützt man das Projekt mit einer schnellen behördlichen Abwicklung. “Villach geht bereits seit Längerem den Weg der erneuerbaren Energie. Durch die Verwendung lokaler Ressourcen können darüber hinaus auch die Kosten wesentlich gesenkt werden. “Eine Energie-Autarkheit ist zwar Humbug”, so Pfeiler. “Augenmerk muss jedoch auf die Energieeffizienz und die Versorgungssicherheit gelegt werden.” Um für die Anforderungen der Zukunft, die Elektroautos, gerüstet zu sein, betont Egger, müsse auch das Stromnetz, wie derzeit mit Leitungsverstärkungen und dem geplanten neuen Umspannwerk in Fürnitz, massiv verbessert werden.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/

Getaggt mit:
Jul 19

Ohne Warmwasser wird es kein gemütliches Bad geben. FOTO: Conanil

MEINERSEN. Seit vergangenem Jahr wird bereits das Schulzentrum am Gajenberg mit Fernwärme aus der Biogasanlage Seershausen beheizt. Jetzt rückt auch der Anschluss des Waldbades an den Heizkreis in greifbare Nähe.

Samtgemeindebürgermeister Heinrich Wrede: “Wir haben beim Land einen Zuschussantrag gestellt und sind guter Hoffnung, dass wir die Fördergelder erhalten werden. Damit nutzen wir öffentliche Mittel, die auch Steuergelder sind.”

Mit den Betreibern der Seershausener Biogasanlage wurde eine Einigung über ihre Beteiligung an den Anschlusskosten fürs Waldbad an den Heizkreis erzielt. Demnach wird sich die Bioenergie Okertal mit 15 000 Euro an den Gesamtkosten von 80 000 Euro, die für die Technik erforderlich sind, beteiligen. “Betreiber von Biogasanlagen erhalten aus Bundesmitteln eine Förderung von drei Cent pro Kilowattstunde”, erläutert Wrede. “Für sie lohnt sich die Sache also in jedem Fall.”

Landkreis, Samtgemeinde und Betreiber hatten einen Vertrag, der unter anderem eine Laufzeit von 20 Jahren zum Inhalt hat, abgeschlossen. Seit Oktober 2009 wird das Schulzentrum, das vorher eine Ölheizung hatte, mit Fernwärme aus der Seershausener Biogasanlage versorgt. Eine erste umfassende Bilanz könne nach dem kommenden Winter gezogen werden, erläutert Alexander Wollny (Kreis-Bauamt). “Wir hatten anfangs noch kein Speichermedium und unsere Heizkreise mussten erst genau angepasst werden.” Das erforderliche Speichermedium sei nun eingerichtet und gebe die Möglichkeit, Bedarf und angelieferte Menge genau aufeinander abzustimmen, erläutert Wollny.

Zurück zur Samtgemeinde und dem Vorhaben, das Waldbad mit Fernwärme zu beheizen. Läuft alles nach Plan, kann im Zuge der umfangreichen Sanierung des Waldbades der Anschluss ans Fernwärmesystem aus Biogas erfolgen. Unmittelbar nach Saisonschluss im September steht die erste große Sanierung in der Badgeschichte an. Die Maßnahme wird über das Konjunkturprogramm II gefördert.

Quelle: http://www.newsclick.de

Getaggt mit:
Jul 17

Neue Leitungen für Fernwärme! FOTO: Arthur Chapman

Neue Leitungen für Fernwärme! FOTO: Arthur Chapman

Hamburg (dpa/lno) – Der Energieversorger Vattenfall bietet in Hamburg als erster deutscher Großstadt ab sofort auch klimaneutrale Fernwärme aus Holz an. Im Heizkraftwerk Tiefstack werden dem Brennstoff Kohle naturbelassene Holzhackschnitzel beigemengt, teilte Vattenfall am Freitag in der Hansestadt mit. Bei deren Verbrennung wird nur so viel Kohlendioxid frei, wie die Pflanze vorher gebunden hat, sie sind also klimaneutral.

Umweltbewussten Kunden werden vier Tarife angeboten, bei denen sie zwischen 10 und 100 Prozent Biomasse bei der Erzeugung ihrer Fernwärme wählen können. Bei 100 Prozent Biomasse verteuert sich die Fernwärme um rund 20 Prozent. Im Kraftwerk Tiefstack können – technisch bedingt – maximal 20 Prozent der Kohle durch Holz ersetzt werden, gemessen an der Masse. Vattenfall plant zudem gegenwärtig den Bau eines Biomasse-Heizkraftwerks am Haferweg in Altona, das rund 4500 Haushalte versorgen kann.

Quelle: http://www.welt.de

Getaggt mit:
Jul 15

Müll!? FOTO: m a g i e

Müll!? FOTO: m a g i e

Der Ausbau des Ludwigshafener Fernwärmenetzes ist in vollem Gange. Derzeit werden rund 20 000 Haushalte in der Stadt mit Fernwärme versorgt. Wie die anspruchsvollen technischen Abläufe funktionieren, bleibt den meisten aber verborgen. Die Technischen Werke Ludwigshafen (TWL) ermöglichten am Wochenende deshalb interessierten Anwohnern der Ausbaugebiete und technikbegeisterten Bürgern eine Besichtigung des Entstehungsortes von Strom und Wärme. Die Besuchergruppe setzte sich überwiegend aus künftigen Fernwärmekunden zusammen. Nachbarn kamen gemeinsam zur Besichtigung, da die Nutzung der Fernwärme eine Mindestzahl an Haushalten pro Straßenzug voraussetzt.

In der TWL-Zentrale in der Industriestraße überwacht die Mannschaft von Wartenleiter Michael Egersdörfer in 24-Stunden-Schichten das Zusammenspiel von Wasserversorgung, Müllverbrennung sowie Strom- und Fernwärmeerzeugung. Die sogenannte Querverbundleitwarte, in der alle relevanten Informationen zusammenlaufen, erinnert an Kontrollzentren der Raumfahrt. Was früher dezentral geregelt wurde, läuft heute hier zusammen, erläutert Egersdörfer.

Müll als Energiequelle
Über 60 Außenanlagen in der ganzen Stadt müssen koordiniert werden. So steigt beispielsweise in Halbzeitpausen von wichtigen Fußballspielen der Wasserverbrauch um bis zu 70 Prozent, weil viele Zuschauer zur gleichen Zeit die Toilettenspülung drücken. Zu Leitungsüberlastungen darf es aber trotzdem nicht kommen, deshalb müssen Netzdruck und Wassermenge reguliert werden.

Nach dem zentralen Kontrollraum dürfen die Besucher in das Herz der Energieversorgung vorstoßen, ins Fernheizkraftwerk – aber nur mit Schutzhelm. Das Prinzip ist recht einfach: Müll aus der Stadt und der Region wird überwacht verbrannt. Die Wärme treibt Dampfturbinen zur Stromerzeugung an. Die Resthitze des Dampfes betreibt das Fernwärmenetz, damit möglichst wenig Energie verloren geht.

Wie ein überdimensionierter Heizungskeller kann man sich die verschiedenen Anlagen der Fernwärmeerzeugung vorstellen. Die Mitarbeiter der TWL unterscheiden hier kalte und heiße Arbeitsplätze. Auf Letzteren gilt es, bis zu 70 Grad auszuhalten. “Wasser ist so gleich zweimal die Lebensader jedes Kraftwerks: ohne Wasser kein Dampf und die Mannschaft muss ausreichend trinken”, sagt Egersdörfer.

Wer am Ende der Führung angesichts der komplexen Technik noch Bedenken über die Versorgungssicherheit hat, den kann Egersdörfer beruhigen. Sollte einmal eine Störung auftreten, so bleibe niemand im Dunkeln oder Kalten sitzen. Gas- und ölbetriebene Kessel in der Zentrale und ein mobiles Heizkraftwerk stünden Tag und Nacht bereit, um bei Ausfällen und Reparaturmaßnahmen die Energieversorgung fortzusetzen.

Quelle: http://www.morgenweb.de

Getaggt mit:
Jul 14

Fernwärme auf dem Bau? FOTO: digital cat 

Fernwärme auf dem Bau? FOTO: digital cat 

Im Zusammenhang mit dem Umbau des Schlossplatzes, wo die Stadtwerke bereits vor einigen Wochen große Teile der Infrastruktur für Gas und Wasser sowie ältere Hausanschlussleitungen erneuert haben, kann jetzt auch einem oft geäußerten Wunsch entsprochen werden: Die Anlieger rund um den Schlossplatz haben ab sofort die Möglichkeit, sich ans Fernwärmenetz anschließen zu lassen. Zahlreiche Hauseigentümer haben davon Gebrauch gemacht, so auch die Pfarrgemeinde St. Pankratius, die ihre Liegenschaften – Pfarrkirche, Josefshaus, Pfarramt und Dreikönigshaus – mit Fernwärme versorgen wird.

“Die umfangreichen Arbeiten sind in vollem Gange. Wir setzen bei diesem Projekt erstmals eine neue und innovative Technik ein, die erstaunliche Vorteile mit sich bringt”, berichtet der Fernwärmespezialist der Stadtwerke, Jürgen Horsch, der die Arbeiten vor Ort begleitet. So werden beim St. Pankratius-Projekt nicht wie bisher zwei Fernwärme-Leitungen gelegt, sondern Hin und Rücklauf befinden sich in einem gemeinsamen Mantelrohr. Das erspart aufwändige und zeitintensive Erdarbeiten. “Noch markanter ist eine zweite Neuerung. Das Material ist derart flexibel, dass man es quasi um die Ecke legen kann. Wir können somit zum einen schwieriges Gelände viel besser bewältigen, zum anderen auf umfangreiche Schweißarbeiten verzichten, um die Leitungen in die gewünschte Richtung zu bringen. Das langfristige Risiko der Materialermüdung und eventuelle Undichtigkeiten durch die Schweißnähte sind damit passé. Last but not least kann der Fernwärmeanschluss auch deutlich schneller gelegt werden, als es bisher möglich war”, so Horsch.

“Wer mit Fernwärme heizt, verbraucht nicht einmal halb so viel Primärenergie und verursacht somit nur die Hälfte der Schadstoffemissionen. Somit leistet jeder Fernwärmekunde einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz und zur Verbesserung der Lebensqualität für sich und für die nachfolgenden Generationen”, werben Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Mülbaier und Prokurist Dieter Scholl für die umweltfreundliche Energieart, mit der unter anderem auch das Freizeitbad Bellamar, das Kreiskrankenhaus, das Hebel-Gymnasium nebst Mensa, das Schloss und jetzt auch die St. Pankratius-Pfarrei versorgt wird. Auch für die demnächst anstehende Bebauung auf dem Granitzky-Gelände in der Karlsruher Straße ist übrigens eine Komplettversorgung mit Fernwärme im Gespräch.

Quelle: http://www.morgenweb.de

Getaggt mit:
preload preload preload