Fernwärme fehlt das Kraftwerk
Neuburg (r) Das Goldixviertel braucht ab Herbst Heizwärme, doch die Stadtwerke haben noch kein Kraftwerk dazu. Der Bau einer Hackschnitzelanlage im Gewerbegebiet am Schwalbanger ist noch völlig ungeklärt. Der Werkausschuss hat den Standort auf dem Grund der Firma Karl Schad wieder in Frage gestellt.
Immerhin haben die Vertreter von Stadt und Wärme GmbH ihre Absicht bekräftigt, das Heizkraftwerk von einem privaten Investor bauen zu lassen. Dieses Vorgehen ermöglicht Bezuschussung bis zu 70 000 Euro. Die Wärmelieferung zu Beginn der neuen Heizperiode sei auf jeden Fall gesichert. “Das kriegen wir hin”, meint Georg von Großmann, einer der Geschäftsführer der neuen Wärme GmbH.
Das heftig wachsende Wohnviertel auf dem Goldixareal versorgen GmbH bzw. Stadtwerke als ersten kompakten Abnehmer. Die Heizwärme soll das Hackschnitzelkraftwerk liefern, bis die Fernwärmeleitung ins Industriegebiet Grünau steht.
Die Betriebsmängel der Gasturbine an der Andreasstraße haben die Stadtpolitiker langsam satt. “Ich habe kein Verständnis, wenn wir die Sache treiben lassen”, forderte SPD-Stadtrat Horst Gutjahr Konsequenzen. Werkreferent Fritz Goschenhofer (CSU) vermutet gar, dass der Einbau eines Blockheizkraftwerks im Turbinenraum “ein Planungsfehler ist”. Auf jeden Fall habe man die Problematik der Einhausung der Turbine unterschätzt, so OB Bernhard Gmehling.
Die Stadtwerke haben nun über ihren Rechtsanwalt einen Brief an Turbinenhersteller RMG geschickt. Darin wird die Firma aufgefordert, die Hitzeprobleme (die Turbine schaltet dann ab), die Schallsituation und den Ausfallschaden bis Ende Juli restlos zu klären. Sollte die Frist ergebnislos verstreichen, so der OB, “müssen wir wohl Klage erheben”.
Quelle: http://www.donaukurier.de


